Ein audiovisuelles Experiment für 2 Schauspieler und eine Musikerin

zusammen

Manami N.

mit

Ulrich Meinecke

Wlada Vladislava

Video:Louisa Rodriguez

Die seit 10 Jahren in Berlin lebende japanische Musikerin und Sängerin Manami N. verknüpft in ihrem experimentellen Hörstück 7,25 STRAHLUNG die Nuklearkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima mit ihrer eigenen persönlichen Krankheitsgeschichte. Vor zwei Jahren an Brustkrebs erkrankt, hat sie sich auf eine akkustisch-poetische Spurensuche begeben, die eine ganz persönliche Geschichte der Strahlung in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit erzählt. Sie reist in die Sperrzone von Fukushima und in ein Kindererholungsheim in Weissrussland und sammelt dort Eindrücke, Stimmen und Klänge, die mit ihrer eigenen Musik collagiert werden.

Es ist gleichermaßen eine Reise in die Vergangenheit (30 Jahre Tschernobyl, die jüngere Geschichte ( 5 Jahre Fukushima) und ihre eigene Gegenwart. Schon seit der japanischen Katastrophe von 2011 beschäftigte Manami N. sich mit der Problematik von Atomkraftwerken, doch als sie 2014 die Diagnose Brustkrebs erhielt, wandelte sich dieses abstrakte globalpolitische Thema hin zu einem ganz eigenen persönlichen Problem, auf das sie mit den Mitteln der Kunst antworten wollte.

Als Enkelin eines buddhistischen Mönches ist sie auch an den spirituellen-religiösen und ganz grundsätzlichen philosophischen Fragen des Daseins interessiert. Welche Entscheidungsfreiheit haben wir? Was macht eine latente und unsichtbare Bedrohung mit uns? Und wie stehen wir zu den positiven therapeutischen Effekten der Strahlung? In diesem Spannungsfeld ist das Stück 7,25 – STRAHLUNG entstanden. Als der Versuch etwas sichtbar, hörbar zu machen, was an sich nicht wahrnehmbar ist.

Gemeinsam mit den Schauspielern Ulrich Meinecke und Wlada Vladislava hat sie ein vielstimmiges , mehrsprachiges Experiment erarbeitet, das eine Mischung aus Lesung, Hörstück, Live-Aufführung und audiovisueller Performance ist.

Unterstützt wird 7,25 STRAHLUNG  von:

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